The last one…
November 21st, 2008 Posted in Uncategorized | 2 Comments »…so, jetzt habe ich endlich auch mal die Zeit und vor allem Muse gefunden, noch abschließend ein paar Worte zu finden. Eigentlich ist es mein Ziel, euch mal zu sagen, wo eigentlich das Geld hingeflossen ist, welches wir von fahrrad.de für unsere überragenden (achja, wie unbescheiden ;-)) Blogs bekommen haben.
Zuerst aber noch ein paar Zeilen zu Gernots Eintrag. Grundsätzlich muss ich ihm leider zustimmen, v.a. was Tibet betrifft. Wobei ich hier noch klarstellen muss, das Gernot grundsätzlich wohl das “perfektere” Bild vom Buddhismus hatte als ich, was einfach darauf beruht, das mein Weltenbummler-Kollege vor ein paar Jahren mit einem alten Radl schon ein paar Tage durch Myanmar geradelt ist. Ich kann hier nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber nachdem was mir Gernot erzählt hat und wie ich den Buddhismus in den Regionen mitbekommen habe, durch die uns unsere Räder getragen haben, kam ich zu dem Schluss: es gibt wohl wenige Regionen, in denen der Buddhismus noch diese “pure” und ursprüngliche Form hat, wie in Myanmar. Deswegen war Gernot von vielen Dingen stärker enttäuscht als ich, auch wenn ich es auch nicht sonderlich passend fand, im Tempel eines Klosters einen Souvenirstand zu sehen, an dem ein Mönch steht und mit seinem Handy die “latest china hits” hört… Allerdings weiss ich nicht, wie es bei uns in einem Kloster so ausschaut
Nichts desto trotz, wäre ich sicherlich über die Zustände in Tibet auch enttäuscht worden, erst recht, weil es wohl kaum möglich ist, sich wirklich frei zu bewegen bzw. mit dem Einheimischen wirklich in Kontakt zu kommen, was wohl nicht nur an der Sprache gelegen hätte. Es lässt sich wohl nicht anders sagen, als dass die Chinesen die Tibeter als Menschen zweiter Klasse behandeln, so traurig dies ist. Auch sonst hatte ich das Gefühl, das China sehr offensiv auftritt, speziell was eben auch ihre Wirtschaftsinteressen betrifft. Lasen wir noch in einem nicht wirklich alten Laosführer von einer Strasse, welche kaum passierbar, ungeteert und (schön) abenteuerlich sein sollte, so ist hier in wenigen Jahren eine zweispurige Schnellstrasse durch die Landschaft gestampft worden, bezahlt von China, um eine schnellere Verbindung nach Thailand herzustellen… Dies ist aber nur eine Seite der Medaille, ich denke, die andere haben wir oft in unseren Blogs betohnt und erzählt!
So nun aber. Was ist eigentlich mit unserem Geld geschen. Geplant war ja, das gesamt Geld unserer Blogs dem Examensjahrgang zu spenden, da es doch immer eine relative teure Angelegenheit ist. Nachdem aber klar war, das nicht alles Geld benötigt wird, haben wir uns überlegt, was wir mit dem Rest machen und die Entscheidung war schnell gefallen. Wir gönnen uns mal was richtiges und feiern bei Champagner und Kaviar in einem Edelrestaurant, bis der Putz von der Decke blättert… NEIN!! Das einzige was stimmt ist: die Entscheidung war schnell klar: Spenden! Auch hier fanden wir sofort eine passende Lösung: Freunde von Gernot gründeten 2007 eine gemeinnützige Organisation mit dem Namen ZimRelief. Die Organisation wurde von Geraldine Quelle und Bastian Mögele gegründet, nachdem sie ein halbes Jahr in Simbabwe waren und in einem Projekt mitgearbeitet haben (heute ein Partnerprojekt). Überzeugt hat uns das sofort, da die zwei Menschen in unserem Alter sind und ich hab wirklich höchsten Respekt vor Ihnen, so ein Projekt aufzuziehen und finde das einfach nur untersütztenswert. Vor allem wenn man sich überlegt, dass bei großen Hilforganisationen ca. 30% des Budgets für die Spendenaquise draufgeht. Und ehrlich gesagt konnte ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass evtl. gerade das Geld für Werbung ausgegeben wird, was wir uns bei einem 25km Schotterpistenanstieg erkämpft hatten. Deswegen überzeugt uns der Satz vollends: “Die Idee war von Anfang an, eine Organisation zu haben, bei der die Verwaltungskosten so gering wie möglich sind. Deshalb erfolgt unsere Arbeit auch rein ehrenamtlich und unbezahlt. So können wir sicherstellen, dass Spendengelder ohne Abzüge direkt in unsere Partnerprojekte gehen und die Hilfe auch dort ankommt, wo sie hin soll.” (www.zimrelief.org).
Und so spendeten wir letztlich unser 500,- € an diese Organisation und hoffen natürlich, dass wir damit ein weiteres Lächeln in die Gesichter der Kinder bringen konnten. Alle die sich weiter für diese kleine Organisation interessieren, denen empfehle ich hier nochmal ihre wirklich gute Homepage (ein bisschen Werbung für den guten Zweck muss an diese Stelle erlaubt sein, vor allem wenn es für “umme” ist!!).
In diesem Sinne wünsch ich allen, die evtl. noch ab und an unsere Seite besuchen noch ne schöne Zeit und forder den G auf, wenn ihm was nicht in den Kram passt oder wenn etwas fehlt es zu ergänzen!!
Schönen Abend…
Jonas

